Ich habe eine Einleitung für das erste RaumZeit Heft gefunden, die uns allen gefällt, und die ich doch verwerfen muss. Der Grund? Sie ist zu lang für die 4 DinA5 Seiten, die wir für sie geplant haben.
Daher schreibe ich sie hier, und ich hoffe, sie gefällt euch auch.
Viel Spaß beim Lesen!
Wir haben jetzt einen ersten Test mit dem Konfliktmodul gemacht, und er lief klasse!
Wir hatten nur eine Situation, in der wir es wirklich gebraucht haben, und da hat es etwas ergeben, das ich sonst noch nicht kannte.
Die Charaktere sahen sich einigen Gossenpunks gegenüber, die sie ausnehmen wollten.
Statt wie sonst die Waffen zu ziehen, haben sie sich entschieden, erst auf emotionaler Ebene zu bleiben (da sind die Folgen weniger drastisch, wenn sie verlieren).
Dieses Modul ist in Arbeit; es liefert die Regeltechnische Grundlage für Psi im RaumZeit Universum.
Das PSI-Modul liefert Regeln für Charaktere mit psionischen Fähigkeiten wie Gedanken lesen (Telepathie), Dinge ohne physische Berührung bewegen oder anders beeinflussen (Telekinese, bzw. allgemeiner Psychokinese) und Vorahnung und dem Blicken a entfernte Orte, in Vergangenheit und Zukunft (ESP: Außersinnliche Wahrnehmung).
Im Unterschied zu Magie ist PSI für Psioniker etwas natürliches, das sie genauso anstrengunglos nutzen können, wie ihre Hände oder Augen. Nur wenn sie mehr als ihre Grundkraft einsetzen, spüren sie Erschöpfung, so wie normale Menschen einen kleinen Rucksack zu tragen kaum erschöpft, ein 100kg Gewicht zu stemmen aber sehr wohl.
Versteckt im Nebel nahe Remi liegt seit ewigen Zeiten eine kleine Station.
Sie mag überfüllt sein mit Piraten, Schmugglern und anderen, die im System eigentlich wenig Platz haben, doch das System hat seit langem wichtigeres zu tun, als sich um dieses Häuflein Piraten zu kümmern. Und entsprechend haben die umliegenden Systeme sich daran gewöhnt, die unregelmäßigen und eigentlich recht harmlosen Überfälle zu ignorieren.
Wir spähten aus dem Wald und sahen vier Gestalten auf den gesicherten Eingangsbunker zu kommen: Zwei Wachen in Kampfpanzerung und zwischen ihnen Kira und Antov, der Synarchu mit schwer beschädigtem Exoskellet.
Wir dachten nicht lange nach. Ein kurzes Nicken, Kalem wählte ihr Ziel, dann zählte ich von 3 runter, während ich einen kleinen Stein neben dem Bunker schweben ließ.
Als ich nach mehrfachem Erschöpfungsschlaf wieder erwachte, wandten sich verschiedene Schläuche und Drähte von meinen Körper zu einem Punkt in der Decke.
Ich war froh, dass ich keine Schmerzen spürte, wusste aber dass ich das nur harten Drogen zu verdanken hatte.
Kalem lag auf einem Bett neben mir und war ebenso fast in Drähten eingesponnen.
Schon der Versuch aufzustehen war anstrengend, und wir schliefen mehrfach wieder ein bevor unsere Körper sich soweit erholt hatten, dass wir auf eigenen Beinen stehen konnten.
Ich lese gerade über Graphentheorie nach (lernen für meine Diplomprüfung), und nachdem ich herausgefunden habe, dass es Wegplanungsalgorithmen gibt, die Pfade mit negativen Kosten mit einberechnen können (Bellman-Ford), die aber die Einschränkung haben, dass keine Kreise durchlaufen werden können (mehrfach die gleichen Kosten sparen), beherrscht gerade ein Gedanke mein Hirn: Zeitreisende sind unfair!
Heute haben sich Inside und ich zur Planung eines RaumZeit Heftes getroffen.
Das Treffen war meinem Gefühl nach sehr produktiv und wir sind gut vorangekommen.
Zumindest steht nun die Planung des Regelteils des Heftes, und mit dem Storyteil/der Welt sind wir ein gutes Stück weiter.
Das schwierigste ist meinem Gefühl nach aktuell noch zu überlegen, was wirklich relevant ist, und wie wir das Heft fokussiert halten, so dass Spielerinnen direkt eintauchen können.
Ein paar Eindrücke und Ergebnisse der Planung habe ich abfotographiert:
°Dunkle Schatten stürzen aus dem Himmel.
Dunkle Schatten steigen aus dem Waldboden.
Ein Schatten schwebt in der Luft, ein rotes Stielauge öffnet sich weit.
Eine grauschwarze Hand hebt sich.
Die Zeit fließt wie träge Masse.
Ein Sog entreißt das Leben und Haut und Knochen werden brüchig und schwach.°
Raus!