1w6 - Ein Würfel System - Einfach saubere, freie Rollenspiel-Regeln

Das Ein Würfel System jetzt unter der GPLv3

Bild von Drak

Ab heute (Donnerstag, 2009-02-12) sind alle Bestandteile des Ein Würfel Systems unter der GNU General Public License Version 3 oder höher nutzbar, der verbreitetsten freien Softwarelizenz (GPLv3 or later).

Alle Regeln, Welten und sonstige Werke auf dieser Seite, bei denen nicht explizit (und sichtbar) etwas anderes steht, können frei genutzt, verändert und weitergegeben werden - selbst kommerziell.

GPLv3 logo GNU General Public License version 3 or later

Das Ein Würfel Systems damit weiterhin frei genutzt und verändert werden, und andere Welten können die Regeln weiterhin nutzen, ohne selbst frei sein zu müssen (solange sie dabei nicht auf unseren Welten aufbauen). Aber nun hat es eine von Juristen abgesegnete freie Lizenz und damit deutlich mehr Rechtssicherheit.

In diesem Beitrag beleuchte ich erst den Hintergrund, was die GPLv3 für uns bewirkt und danach Definitionen der Begriffe, die in der GPLv3 genutzt werden. Als nächsten Schritt gehe ich die GPLv3 Abschnitt für Abschnitt durch und beschreibe, was der Abschnitt für Regelwerke bedeutet. Abschließend beschreibe die Schritte zur Relizensierung.

Hintergrund

Lange Zeit stand das EWS unter einer selbstgeschriebenen freien Lizenz, weil bestimmte Bedingungen mit der GPLv2 noch nicht flexibel genug waren.

Die GPLv3 ist allerdings so allgemeingültig gehalten, dass sie nicht nur für Software, sondern auch für Rollenspielregeln genutzt werden kann.

Der Wechsel auf die GPLv3 gibt uns dabei drei grundlegende Vorteile:

  1. Alle GPLv2 or later und GPLv3 lizensierten Programme können direkt Materialien des EWS nutzen.
  2. Wir können Material aus allen GPLv2 or later und GPLv3 lizensierten Programmen nutzen. Also beispielsweise Material aus Battle for Wesnoth.
  3. Jeder, der sich mit freier Software beschäftigt, kennt die GPL und weiß, was sie bedeutet.

Der Wechsel hat nur einen Nachteil: Wir müssen jetzt jedem gedruckten EWS eine Kopie der GPLv3 beilegen - zum Beispiel mit dem GPL Faltblatt.

Definitionen

Die GPLv3 arbeitet mit den für Regelwerke relevanten Ausdrücken corresponding source, object code, intimite data communication und aggregate, die bei Regelwerken allerdings etwas anders aussehen als bei Programmen, da Programme von (extrem dummen) Computern ausgeführt werden und in für Computer lesbaren Formaten gespeichert werden, während Regeln von (verdammt flexiblen) Rollenspielrunden genutzt werden. Was sie für Regelwerke bedeuten:

  • corresponding source: Eine einfach und mit frei verfügbaren Werkzeugen änderbare Version der Regeln in einem Standardformat. Das ist z.B. ein Textdokument, eine Scribus Datei oder eine Datei im Open Document Format.

  • object code: Eine Version, die nicht mehr einfach anzupassen ist, z.B. ein PDF oder ein gedrucktes Buch.

  • intimate data communication und control flow: Direkte Interaktion zwischen verschiedenen aufeinander aufbauenden Bestandteilen. Diese Interaktion ist der zentrale Teil, der für die Anwendung der GPLv3 für Rollenspiele geklärt werden muss, denn sie bestimmt, welche Änderungen auch unter der GPlv3 freigegeben werden müssen. Bei Programmen wird hier unterschieden, ob einfach nur Daten in einem definierten Format ausgetauscht werden (z.B. Charakterwerte), oder ob verschiedene Bestandteile direkt aufeinander aufbauen. Beispielsweise hat ein Magiesystem intimate data communication, wenn es die Funktionsweise von Eigenschaften, Fertigkeiten oder Merkmalen nutzt, um neue Möglichkeiten zu bieten (was so ungefähr für alle Regelerweiterungen gilt). Die Werte eines NSCs oder sonstigen Wesens dagegen werden nur an das Regelwerk weitergegeben und von ihm verarbeitet, also müssen die Werte nicht frei lizensiert sein, genauso wie ein Textdokument das mit OpenOffice erstellt wird nicht frei lizensiert sein muss.

  • aggregate: Nebeneinander existierende Bereiche, die keine intimate data communication haben. Beispiele sind Welten und Alternativregelwerke.

Die GPL für Rollenspielregeln, Abschnitt für Abschnitt

Hier gehe ich die Abschnitte der GPlv3 einzeln durch und beschreibe jeweils, was sie für ein Rollenspiel bedeuten.

GPL: http://www.fsf.org/licensing/licenses/gpl.html

"System Libraries"

Gesunder Menschenverstand muss nicht frei lizensiert sein :)

"The “Corresponding Source” [...] For example, Corresponding Source includes [...] the source code for shared libraries and dynamically linked subprograms that the work is specifically designed to require, such as by intimate data communication or control flow between those subprograms and other parts of the work."

"Control Flow" bedeutet hier, dass z.B. ein Magiesystem EWS Regeln direkt nutzt.

Das Magiesystem muss also frei sein.

Eine Welt hat allerdings keine "intimate data communication", sondern enthält nur vom Regelwerk zu verarbeitende Daten (z.B. Werte).

Diese Daten müssen nicht frei sein.

2. Basic Permissions. [...]

Privat darf damit gemacht werden was man will, und man darf auch andere mit Veränderungen beauftragen, solange das wirklich ein Auftragsverhältnis ist. Sobald es weitergegeben wird, muss der copyleft Teil der Lizenz eingehalten werden, d.h. Teile, die freie Teile verwenden, müssen freigegeben werden.

3. Protecting Users' Legal Rights From Anti-Circumvention Law.

(Bisher) Irrelevant.

4. Conveying Verbatim Copies.

Jeder darf das EWS unverändert weitergeben und auch verkaufen wie er will.

"5. Conveying Modified Source Versions. You may convey a work based on the Program, or the modifications to produce it from the Program, in the form of source code under the terms of section 4, provided that you also meet all of these conditions:
*a) The work must carry prominent notices stating that you modified it, and giving a relevant date.

Wenn du es verändert hast, musst du es sagen, und du musst auch sagen, wann du es verändert hast.

b) The work must carry prominent notices stating that it is released under this License and any conditions added under section 7. This requirement modifies the requirement in section 4 to “keep intact all notices”.

Es muss auf die Lizenz hingewiesen werden.

c) You must license the entire work, as a whole, under this License to anyone who comes into possession of a copy. This License will therefore apply, along with any applicable section 7 additional terms, to the whole of the work, and all its parts, regardless of how they are packaged. This License gives no permission to license the work in any other way, but it does not invalidate such permission if you have separately received it.

Wenn jemand anders eine Kopie des Werkes hat, musst du auch ihm die Lizenzrechte geben.

d) If the work has interactive user interfaces, each must display Appropriate Legal Notices; however, if the Program has interactive interfaces that do not display Appropriate Legal Notices, your work need not make them do so.

Wenn es irgendwo Copyrightvermerke gibt, müssen die auch die Lizenz (GPL) und Urheberrechtsvermerke nennen.

A compilation of a covered work with other separate and independent works, which are not by their nature extensions of the covered work, and which are not combined with it such as to form a larger program, in or on a volume of a storage or distribution medium, is called an “aggregate” if the compilation and its resulting copyright are not used to limit the access or legal rights of the compilation's users beyond what the individual works permit. Inclusion of a covered work in an aggregate does not cause this License to apply to the other parts of the aggregate."

Die Lizenz gilt nur für Abschnitte, die entweder Abwandlungen des Werkes sind, es erweitern oder direkt auf ihm aufbauen.

Ein mitgeliefertes Alternativregelwerk muss nicht freigegeben werden.

6. Conveying Non-Source Forms.

Quellen können auf verschiedene Arten mitgeliefert werden:

  • Direkt dabei.
  • Mit dem schriftlichen, bindenen, mindestens 3 Jahre gültigen Angebot, für höchstens einen Unkostenbeitrag die Quellen zu liefern.
  • Auf einem Webserver (min. 3 Jahre).
  • Im kleinen Rahmen reicht einfach eine Kopie des Angebotes (so dass man das Werk einfach weitergeben kann, ohne immer die Quellen vorrätig halten zu müssen) - für das EWS kommt das Angebot einfach auf das Buch.
  • Über p2p Netzwerke, müssen verfügbar bleiben.

7. Additional Terms.

Ein paar optionale Einschränkungen, die keinen wirklichen Effekt haben (z.B. Markenrechtliches, das eh gilt).

8. Termination.

Wenn du gegen die Lizenz verstößt, aber den Verstoß ungeschehen machst, darfst du das Werk nach 60 Tagen wieder unter der Lizenz nutzen. Ist ein Urheber des Werkes beteiligt, verkürzt sich das auf 30 Tage, wenn es das erste Mal war.

9. Acceptance Not Required for Having Copies.

Wenn jemand dir eine Kopie gibt, die du in seinem Auftrag weitergeben sollst, musst du die Lizenz nicht annehmen. Aber du darfst das Werk nur ändern oder selbstständig weitergeben, wenn du die Lizenz annimmst.

10. Automatic Licensing of Downstream Recipients.

Wer legal eine Kopie erhält, egal von wem, erhält auch Nutzungsrechte entsprechend der Lizenz.

11. Patents.

Wenn jemand ein Patent hält, das mit dem EWS zu tun hat, und das Werk zusammen mit der Erlaubnis weitergibt, das Patent zu nutzen, wird diese Erlaubnis automatisch auf alle ausgedehnt, die das EWS nutzen (dürfen).

12. No Surrender of Others' Freedom.

Wenn du anderen die Rechte die die Lizenz gibt (nutzen, ändern, weitergeben) nicht geben kannst, darfst du das Werk nicht weitergeben.

13. Use with the GNU Affero General Public License.

Darf mit AGPL Werken genutzt werden. Das Gesamtwerk wird dann als AGPL angesehen, der Teil bleibt aber unter der GPL.

Die AGPL verlangt, dass auch dann der Quellcode freigegeben werden muss, wenn nur über Netzwerkkommunikation auf das Werk zugegriffen wird, z.B. weil das Werk auf einem anderen Computer läuft.

14. Revised Versions of this License.

Die FSF kann neue Versionen der Lizenz bereitstellen. Sie gelten als höhere Version, wenn sie dem Geist der Lizenz treu bleiben.

15. Disclaimer of Warranty. [..] 16. Limitation of Liability. [...] 17. Interpretation of Sections 15 and 16.

Keine automatische Garantie.

Schritte zur Relizensierung

Um das EWS unter der GPLv3 zu veröffentlichen sind ein paar Schritte notwendig:

  1. Wir müssen die Lizenznotizen auf 1w6.org anpassen. √
  2. Wir müssen eine Kopie der Lizenz beilegen. Dafür werde ich sie umformatieren, damit sie auf eine einzelne gefaltete Din-A4 Seite passt, also in ein EWS Heft gelegt werden kann. √
  3. Wir müssen die Lizenznotiz auf dem Regelwerk anpassen. √

Die Schritte werde ich die nächsten Wochen angehen, zusammen mit anderen Verbesserungen, die wir in der Nachbesprechung der Rezension gefunden haben.

Sie sind einfach möglich, da die kleinere freie Textlizenz diese Relizensierung explizit erlaubt.

Ab Version 2.4.0 (der nächsten geplanten) wird das EWS damit unter der GPLv3 stehen.

AnhangGröße
gpl-v3.png2.1 KB
Dieser Text ist mir was wert:

Warum nicht GFDL oder Creative Commons?

Hi, warum habt Ihr Euch für eine software-spezifische Lizenz entschieden, und nicht etwa für die GFDL oder Creative Commons? Dann wären Gehirnakrobatiken wie "Control Flow" unnötig.

Bild von Drak

Warum nicht GFDL oder CC

Weil leider sowohl GFDL und CC Lizenzen vernichtende Schwachstellen haben, und weil die GPLv3 allgemein genug ist, dass sie sich als Lizenz für ein Regelwerk eignet.

  • Die GFDL hat unveränderliche Abschnitte. z.B. könnte jemand sagen "Wir machen was tolles mit dem EWS, aber wir legen eine unveränderliche Titelseite fest. Wer immer unsere Änderungen nutzen will muss auch unsere Titelseite nehmen." Da jeder dann andere unfreie Abschnitte festlegen würde, würden wir uns sehr schnell in einem üblen Netz an unfreiem Zeug verfangen.

  • Jegliche Creative-Commons Lizenz (abgesehen von CC GPL und CC LGPL :) ) hat die Schwachstelle, dass sie die Quellen nicht schützt. Anders gesagt: Ich könnte mit CC das EWS um neue, tolle und lange Texte erweitern oder alte auf geniale Art überarbeiten, das Ergebnis dann aber nur als PDF veröffentlichen, in dem meine Texte als Bilder eingebunden sind (so dass sie niemand einfach rauskopieren kann). Die dürften andere dann zwar für eigene Werke nutzen, hätten aber einen riesigen Aufwand, wenn sie es wirklich machen wollten.

Daher nehmen wir keine CC Lizenzen.

Übrigens haben sowohl GFDL als auch CC ähnliche Hirnakrobatiken, nur denkt da kaum jemand (öffentlich) drüber nach.

Du kannst all die Hirnakrobatik der GPlv3 beim Rollenspielregelwerken auf den einfachen Satz zusammenfassen:

"Regeln müssen frei sein. Weltentexte, Weltenbilder und reine Werte nicht."

Wenn dein Barghest Feueratem hat und du dafür Regeln schreibst, musst du die Regeln freigeben. Seine Spielwerte darfst du aber unfrei lassen.

(Wenn allerdings jemand Welten unter der GPLv3 veröffentlicht, müssen auch alle Welten frei sein, die nicht-Regelteile aus den Welten übernehmen)

Bild von Drak

Ein weiterer Grund

Ein weiterer Grund:

Die Wikipedia ist ein einzelnes zusammenhängendes Werk. Jeder Beitrag zu ihr wird Teil des gesamten.

Das EWS dagegen ist dafür geschrieben, dass es von anderen genutzt werden kann und Unterstützung für fremde Projekte bietet.

Auf die Art ist es sehr viel näher an einem Programm als an einem Dokumentationstext. Es dient effektiv als Programm um Welten und Charaktere darzustellen (auch wenn das vielleicht etwas technisch klingt - das ist es, was Regeln sind, nur dass sie nicht von einem dummen Computer, sondern von einer extrem flexiblen und intelligenten Rollenspielrunde genutzt werden).

Regeln schreiben ist etwas völlig anderes als Welten entwerfen, auch wenn Regeln die Stimmung der Welt widerspiegeln sollten (was das EWS dadurch ermöglicht, dass es einen schlanken Kern hat, der mit verschiedenen Modulen erweitert werden kann).

Wenn eine Welt das EWS nutzt, beteiligt sich der Autor an der Verbesserung der Regeln (und muss diese Verbesserungen freigeben), aber seine Welt steht trotz allem für sich. Und das bietet von den verschiedenen Lizenzen nur die GPLv3 (abgesehen von der früheren selbstgeschriebenen Lizenz), weil sie saubere Definitionen dafür enthält, welche Teile zusammengehören und welche nicht.

Bild von Drak

auf yigg.de

Ich habe diesen Beitrag jetzt auch in der Nachrichtenplattform yigg.de verlinkt.

Wenn ihr helfen wollt, das EWS als freies System noch etwas bekannter zu machen, schaut doch auf die die yigg.de Seite dieses Artikels und bewertet den Artikel als wichtig.

Bild von Drak

bei roachware im blog

Roachware hat über den Beitrag gebloggt: GPL für Rollenspiele

Bild von Deep_Impact

Was ganz anderes und trotzdem

Was ganz anderes und trotzdem passend:

Könnte man jetzt z.b. ein Setting für das EWS schreiben (wie z.b. EWS-X :) ) und dann dieses aber unter CC veröffentlichen? Das würde vieles einfacher machen, wegen der Bilder. Oder kann man z.b. Bilder explizit ausschliessen?

So 100%ig verstanden hab die GPL nämlich nicht.

Bild von Drak

CC-Lizenzen für Welten

Man könnte ein Setting unter CC veröffentlichen - zumindest unter CC-by.

Nach meinem Verständnis greift die GPL da nicht rein, solange die neuen Regelteile unter GPL sind.

Mit CC-by-sa wird es für mich schwieriger zu sagen, weil ich die CC-Lizenzen anders als die GPL nicht gut genug kenne, um genau zu wissen, wo ihr copyleft aufhört. GPL-kompatibilität in cc-by-sa wurde leider in der Update-Diskussion für CC 4.0 von einigen Leuten torpediert, teils mit unfundiertem FUD (meine Antwort auf einen dieser Versuche, Francesco Poli zu einem weiteren) :( → CC 4.0 zu Kompatibilität

Bei Bildern greift vermutlich “intimate data communication” und “control flow”: Wenn die Bilder zur Illustrierung der Regeln dienen, müssen sie GPL-kompatibel sein. Wenn sie nichts mit dem auf der Seite gezeigten Inhalt zu tun haben, müssen sie nicht frei sein.

Allerdings ist es recht schwer, passende Bilder zu haben, die gleichzeitig nichts mit dem Inhalt des Textes zu tun haben (dann wäre das Buch ein “mere aggregate” statt eines “creative aggregates” - letzteres würde einen eigenen Urheberrechtlichen Schutz genießen, der über die einzelnen Teile hinaus geht und damit die Nutzung des einzelnen Teils einschränkt; mit diesen Feinheiten tauchen wir allerdings ganz tief in den Sumpf des Urheberrechts…).

A compilation of a covered work with other separate and independent works, which are not by their nature extensions of the covered work, and which are not combined with it such as to form a larger program, in or on a volume of a storage or distribution medium, is called an “aggregate” if the compilation and its resulting copyright are not used to limit the access or legal rights of the compilation's users beyond what the individual works permit. Inclusion of a covered work in an aggregate does not cause this License to apply to the other parts of the aggregate.
GPLv3

Das heißt, das Gesamtwerk darf keine Einschränkungen erzwingen, die die Einzelwerke nicht haben (sonst wäre es kein “aggregate” im Sinne der GPL, so dass die Ausnahme für “aggregates” nicht greifen würde womit alle Teile des Werkes GPL-kompatibel sein müssten).

Um sicherzugehen, würde ich die Faustformel nutzen „Gib alle Inhalte (Bilder, Texte, …) unter der GPL frei, die auf Seiten stehen, auf denen auch Regeln stehen“. Wenn du keine Teile deiner Welt freigeben willst, bedeutet das zusätzlich: „Beschreibe Welt und Regeln nicht auf den gleichen Seiten und nicht im gleichen Fließtext.“

Hinweis: Charakterwerte sind keine Regeln, sondern nur das Datenformat der Regeln.

Bild von Deep_Impact

Lizenzanwalt statt Weltendesigner

Habs mir nochmal durchgelesen oder es versucht. Genau das ist der Grund, warum ich mich für das EWS entschieden haben:

Ich kann Weltendesigner sein und muss nicht Regeln designen. Nun muss ich aber Lizenz-Bedingungen studieren, interpretieren und abwägen.

Also muss ich Lizenzanwalt statt Weltendesigner sein...

Das schreckt wirklich ab!

Bild von Drak

Einfach GPL

Eigentlich müsstest du das nicht, deswegen haben ja wir uns die Arbeit gemacht, die Lizenzen zu lesen und herauszufinden, was sie für Rollenspiele bedeuten.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das EWS zu nutzen.

Die einfachste (und die die wir am Liebsten haben) ist: Nimm einfach GPL. Damit sind alle Probleme gelöst: Du musst nur noch sicherstellen, dass andere Beitragende ihre Sachen unter die GPL stellen und alles funktioniert reibungslos.

Das ist sogar für die Projektorganisation sinnvoll, weil dann immer alle Beteiligten wissen, wer was darf und was sie dem Projekt erlauben, und weil immer alle Rechte symmetrisch sind: Alle Beitragenden sind gleich und wenn irgendwer anfängt, komische Dinge zu tun, können die anderen einfach für sich weitermachen. Um anderen zu sagen, was GPL bedeutet kannst du einfach diesen Text nehmen:

Die GPL erlaubt Nutzung, Vertrieb und Veränderung des EWS, solange die Vorautorinnen genannt werden und allen Anderen die freie Nutzung erlaubt und ermöglicht wird (solange sie die Lizenz erhalten).

Die zweite Möglichkeit ist: Nimm für die Regeln GPL und für die Welt irgendwas. Dann musst du darauf achten, alles unter GPL freizugeben, das zu den Regeln gehört. Dadurch kannst du z.B. Lizenzprodukte erstellen (die du nicht unter GPL kriegst).

Bild von Deep_Impact

Gerade, was die Verwendung

Gerade, was die Verwendung von Bildern angeht hätte das seinen Reiz.

Leider habe ich das Gefühl, dass das viel Arbeit ohne Audience wäre. Den Break-even zu schaffen ist so verdammt hart. Ich bekomme da im Moment keinen Dreh rein, ohne an der Basis anzusetzen.

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„Das EWS ist ein rundum gelun­ge­nes Sys­tem, wenn es darum geht, mit ein­fa­chen Regeln eine Rol­len­spiel­runde aus dem Boden zu stamp­fen.“
— Tim Charzinski in der Rezension bei den Teil­zeit­helden
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