Weltenwald - Freie Wörter und Zeilen zum eigenen Träumen und Denken

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Lichte Auen: Ein sanfter Bereich meiner Seite; für alle Augen geeignet.
Aktualisiert: vor 30 Minuten 5 Sekunden

Flüsternde Blätter

So, 2010-08-29 23:04

Manches Mal werden Worte von Blättern getragen,
Wenn sie wahrhaft ihr Ziel erreichen wollen.
Das Flüstern der Blätter trage meine Gedanken,
Wenn sie um dein Wesen kreisen.

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Meine Wunschkoalition

Do, 2010-08-26 20:58

Meine Wunschkoalition: Grüne-Linke-Piraten (roter Totenkopf auf grünem Grund? :) )

  • Grüne für Ökologie, Gleichberechtigung und freie Software
  • Linke für soziale Gerechtigkeit
  • Piraten für digitales (inklusive freie Software).

Das für ist aber nicht das das einzig wichtige. Genauso wichtig ist mir, was mit den Parteien NICHT geht:

  • Grüne: Das geht nicht: Mehr Atomkraft, stärkere Umweltzerstörung (halten Piraten und Linke davon ab) und fehlende Gleichberechtigung (da sind die Piraten gefährlich: Eine Männerpartei, die sagt, dass wir Gleichberechtigung bereits erreicht haben…).

  • Linke: Das geht nicht: Weniger Geld für Hartz-IV Empfänger und weiterer Sozialkahlschlag (halten die Grünen und die Piraten davon ab).

  • Piraten: Das geht nicht: Mehr Überwachung (da sind die Grünen wegen Rauchverboten und Angst vor Computerspielen nicht ganz ungefährlich – manche fallen auf EU-Gelaber rein, nach dem wir denunzieren müssen, um das Rauchverbot durchzusetzen), Verringerter Datenschutz (da habe ich Sorgen bei der Linken).

Effektiv wäre daher für mich eine Koalition der drei Kleinparteien ideal, bei der jede der Parteien ihr Kernthema verteidigt und den anderen bei dem Rest freie Hand lässt. Sie müssen nur sehen, wo sie Ahnung haben, und einsehen wo andere definitiv mehr Ahnung haben :)

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In Seele, Herz und Körper

So, 2010-08-22 23:04

Liebe ist der Ruf der Seele,
sanft und zart wie Seidenbänder,
die Schwingen im Strom der Winde.

Liebe ist der Ruf des Herzens,
strahlend Hell wie Sonnengleißen,
im starken Bett von Körper und Geist.

Liebe ist der Ruf des Körpers,
brennend heiß wie Kohlenglut,
im kochenden Blut des Jetzt.

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Land der Selbstschuld

So, 2010-08-08 23:04

Eine Freundin von mir,
        Die hat es erwischt,
Ist lange schon ohne 'nen Job,
Ihrem Freund geht's genauso,
        auch er hat kein Geld,
Zum Geburtstag bekam er schon Brot,
Äußerst qualifiziert, employability pur,
Doch jetzt reicht es kaum mehr für's Essen,
Da sprech' ich ein Lob
        Auf das Land, wo sie Not
Als Selbstschuld der Armen vergessen.

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GNU/Linux gewinnt gegenüber Windows und MacOSX an Marktanteil

So, 2010-08-08 21:13

→ Kommentar zu Das gescheiterte Linux-Projekt.

Mal mit Zahlen: Das ist wohl die Quelle: OS market share.

  • July 2010: Linux 0.93%

Erweitern wir mal die Statistik auf die Zeit seit August 2008:

  • August 2008: 0,82%
  • August 2009: 0,94%
  • July 2010: 0.93%

Absolut 0.1% mehr als 2008. Anders gesagt: Eine Zunahme um 12% in zwei Jahren.

Und wenn wir uns mal nicht July anschauen (in dem viele Deutsche Urlaub haben – und hier gibt es viele GNU/Linux Nutzer), sondern Mai, dann sind es dieses Jahr schon 1,13%.

Allerdings ist in den gleichen Zahlen auch ein Java ME mit 0,7% im August 2010 und ein iPhone mit 1,2%, was darauf hindeutet, dass die Zahl der Geräte, die genutzt werden, deutlich steigt.

Vergleichen wir also doch einfach mal Windows und Linux:

August 2008: 95,12% vs. 0,82% August 2009: 93,6% vs. 0,94% July 2010: 91,32% vs. 0.93%

Anders als der Artikel es darstellt, hat Linux also gegenüber Windows kräftig gewonnen. In Zahlen:

  • Im August 2008 kamen auf 1000 Windows-Benutzer 8,6 GNU/Linux Nutzer.
  • Im July 2010 kommen nun auf 1000 Windows-Benutzer 10,2 GNU/Linux Nutzer.

Und das ist eine Zunahme um 19,2%!

Und dann schauen wir noch einen Schritt weiter: Woher kommen diese Daten?

NetMarketShare beschreibt das so:

We collect data from the browsers of site visitors to our exclusive on-demand network of live stats customers. The data is compiled from approximately 160 million visitors per month. The information published is an aggregate of the data from this network of hosted website statistics.

Das heißt, es geht hier um eine Stichprobe, die dadurch verzerrt wird, wie oft Leute mit diesem System auf Live Stats Seiten zugreifen.

Der einzige Punkt, mit dem der Artikel Recht hat, ist, dass viele Leute aus der Freie Software Bewegung als Ziel haben, unfreie Betriebssysteme zu verdrängen. Das beinhaltet Windows, aber eben auch MacOSX, das iPhone OS und jegliches andere Betriebssystem, das nicht frei lizensiert ist.

Also machen wir noch eine letzte Auswertung, diesmal zum prüfen, ob wir diesem Ziel näher kommen: GNU/Linux vs. Windows + MacOSX.

  • August 2008: 0,82% vs. 95,12% + 3,55% ⇒ 8,31‰
  • August 2009: 0,94% vs. 93,6% + 4,87% ⇒ 9,55‰
  • July 2010: 0.93% vs. 91,32% + 5,06% ⇒ 9,65‰

Das ist 1% Wachstum in einem Jahr. Im Vergleich zu dem Wachstum von 2008 bis 2009 (15%) ist das relativ wenig, aber wenn wir bedenken, wie das iPhone immernoch gehyped wird (und damit die MacOSX-Verkäufe anheizt) ist es beachtlich.

Und sauberer Journalismus, der erstmal nach der Herkunft der Daten fragt, hätte das auch gezeigt.

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Meine Seite ist ab 18 – dank Jugendmedienschutz…vertrag

Mi, 2010-08-04 19:19

Dank der Idiotie unserer Jugendmedienschützer ist ab heute meine gesamte Seite als ab 18 markiert. Um genauer zu sein: Als adult via Voluntary Content Rating. Denn Sendezeiten einzuführen wäre noch viel größerer Unsinn…

Ich habe seit längerem einen Bereich, in dem ich Sachen ablege, die ich als für Kinder ungeeignet ansehe (die Schatten der Träume). Noch ist da nicht viel drin, aber mit der Neuregelung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags können mir effektiv beliebige Artikel als nicht kindgerecht ausgelegt werden – und ich könnte dafür verklagt werden.

Daher steht nun das hier im Header jeder einzelnen Seite:

<meta name="Voluntary Content Rating" content="adult" />

Wer nicht will, dass seine Kinder Anregungen zum selbstständigen Denken finden, soll also bitte ein entsprechendes Filterprogramm installieren.

Und dafür sorgen, dass die Kinder das nicht knacken können.

Auch nicht mit GNU/Linux LiveCDs¹²‧‧‧ und Anonymisierungsdiensten wie i2p oder tor, die durch blockierende Router tunneln können.

Danke an den Schockwellenreiter für die Warnung.

PS: Ja, ich weiß, dass ich damit etwas spät dran bin. Ich hatte eigentlich gehofft, dass die Idiotie von Sendezeiten und Zwangsmarkierung aller Inhalte im deutschen Netz selbst unseren Politikern auffällt… aber die sind ja auch ausreichend geschmiert, um die Öffentlich-Rechtlichen zur „Depublikation“ von GEZ-finanzierten Beiträgen zu zwingen, also hätte ich mir wirklich denken können, dass die es nicht riskieren werden, ihren Ruf als Internetausdrucker zu verlieren…

Wer hat da noch Zweifel daran, wo in unserem Staat die Feinde des Grundgesetzes sitzen (Zensur ist nach Artikel 5 der Grundrechte verboten)? Oder wählt noch CDU…

Wenn es so weitergeht, dauert es nicht mehr allzu lange, bis wir Artikel 20, GG brauchen, um unsere im GG verbrieften Grundrechte zu verteidigen. Oder ist es schon jetzt soweit?

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Danke (für eure Träume)

So, 2010-08-01 23:04

Das hier ist für die Autoren, die auch trotz der neusten Moden,
Das schreiben was sie träumen, ob nun frech oder verschroben,
Die wissen, was sie machen und die Macht der Bücher ehr’n,
und die uns noch was erklären, ohne ständig zu belehr’n.

Das hier ist für alle Träumer, die auch Folgen mitbedenken,
Uns auch in düstren Zeiten immernoch Visionen schenken,
Die nicht fanatisch glauben, das nur ihre Wahrheit stimmt,
Die Lachen wenn sie jemand anders auf die Schippe nimmt.

Danke!
Ihr seid ein Feenwäldchen hier in unsrer grauen Zeit,
Danke!
Das ihr uns doch immer wieder eure Träumeraugen leiht.

Das hier ist für alle Musiker, die nicht nur Liebe kennen,
Probleme aller Länder nicht nur sehen sondern nennen,
Die Lieder voller Träume sing’n, egal wer da was sagt,
Die stets zu ihrer Meinung steh'n, egal wer sie auch fragt.

Das hier ist für alle Mystiker, die an die Menschheit glauben,
Sich nicht sofort zurückzieh'n und uns ihrer nicht berauben,
In leichten Worten sagen, was sie mit den Herzen seh'n,
Verantwortung ergreifen und fest auf dem Boden steh'n.

Danke!
Ihr seid ein Feenwäldchen hier in unsrer grauen Zeit,
Danke!
Das ihr uns doch immer wieder eure Träumeraugen leiht.

Wir danken auch dem kleinen Mann, der sich doch eingesteht,
Dass so manches Wahre über sein Verständnis geht,
Der sich in kleinen Schritten seinen Weg im Leben sucht,
Und nicht jeden Urlaub nur den Billigflieger bucht.

Danke!
Ihr seid ein Feenwäldchen hier in unsrer grauen Zeit,
Danke!
Das ihr uns doch immer wieder eure Träumeraugen leiht.

– Inspiriert durch und zur Melodie von Danke der Wise Guys.

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Versprechen

So, 2010-07-25 23:04

Jeden Montag dieses Jahr1
ist ein Gedicht2 für dich da,
träumt und denkt,
ist dir geschenkt.

Denn lässt du’s frei, darfst du’s verwenden,
verschenken, ändern, selbst verpfänden,
und wichtig wie die Freiheit ist,
dass dich berührt was du hier liest.

Dann wird es Teil von dir.

Viel Spaß mit den Gedichten! (rss)

Frei

Wie auch (fast) alles andere hier, sind diese Gedichte frei lizensiert (warum das wichtig ist).

PS: Es sind neue und alte Werke von mir. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie neu auf diese Webseite kommen. Viele waren noch nirgends im Netz.

  1. Von heute ab für 52 Montage. 

  2. Oder ein Lied, eine Geschichte oder ein anderes kreatives Werk, das dich träumen, denken oder lächeln lassen will. 

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Inhalte der Öffentlich Rechtlichen unter freie Lizenzen stellen

Di, 2010-07-20 23:10

→ zu Depublizieren aus dem Tagesschau Blog. Sollte der Beitrag nicht mehr existieren, dann wurde er bereits depubliziert.

Ich möchte mich der Anfrage anschließen, alle Inhalte, für die Sie ausreichend Rechte haben, unter freie Lizenzen zu stellen.

Lizenzen, die sich eignen:

(Sie können auch mehr als eine Lizenz nutzen, wenn sie möglichst breite Weiternutzung ermöglichen wollen)

Damit könnten Sie einfach arbeiten wie bisher und nach der Produktion prüfen, ob Sie ausreichend Rechte für freie Lizensierung haben.

Wenn ja, einfach frei lizensieren (die stärkste Lizenz, die sie nutzen können: GPL > cc-by-sa > cc-by-nd), aber für spätere Nutzung auch unfreie Nutzung möglich halten (wenn die Nachricht später mit unfreien Bildern bereichert werden soll). Durch saubere Quellenangaben könnte das sogar automatisiert werden.

Unfreie Nutzung möglich halten heißt einfach, vom Macher der Sendung vorlangen, dass er auch unfreie Nutzung erlaubt. Wenn die Lizenz erst nachträglich hinzugefügt wird, dürfte das automatisch so sein, da die Macher dann alle verschiedenen Nutzungen erlauben sollten (um keine inkompatibilitäten mit Archivmaterial zu erzeugen, also alle Materialien zu nutzen).

Nebenbei finde ich es klasse, dass Sie die Informationen dazu in der 20:00 Uhr Tagesschau gebracht haben. So ein tiefgreifender Eingriff in die Pressefreiheit und Ihren Bildungsauftrag ist definitiv wichtig genug dafür!

Und so habe ich ihn im Video-Podcast gesehen.

PS: Nur nichtkommerziell nutzbare cc-lizenzen sind dafür sinnlos. Damit könnten Sie nämlich die Werke nicht nutzen, die andere mit Ihren Beiträgen erstellen.

PPS: Zusätzliche Infos zu Problemen von Creative-Commons Lizenzen für freie Werke.

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ARD muss löschen ⇒ Alle Rezepte runterladen

Di, 2010-07-20 21:56

Nachdem nun die ARD ihre Artikel löschen muss und bereits 80% der Rezepte gelöscht wurden, speichere ich jetzt alle ihre Rezepte auf meinem eigenen Rechner.

Da ich das mit den anderen bisher nicht gemacht habe, nutze ich wget, um das für die noch existierenden nachzuholen. Ich denke, dass du das vielleicht auch machen willst, so dass dir die Rezepte, für die du GEZ gezahlt hast, nicht gestohlen werden können.

Deshalb ist hier mein wget-Aufruf:

Einfach in eine shell kopieren (du brauchst dafür wget).

wget -mkE --no-parent http://www.swr.de/buffet/guten-appetit/

Fast das gleiche funktioniert auch bei anderen Seiten, die sie offline nehmen müssen.

Wenn du die Seite nicht vollständig willst, sondern lieber die Druckversion als PDF, kannst du auch etwa 10 PDFs auf der Download-Seite des Rezept-Archivs runterladen.

Aber beeil dich, du weißt nicht, wann sie „dank“ unserer Landespolitiker auch die löschen müssen…

wget -rl1 -kE -A pdf http://www.swr.de/buffet/guten-appetit/-/id=257024/nid=257024/did=307880/xlslkj/index.html

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Digitaler Diebstahl - Wir zahlen GEZ, sie nehmen’s weg - Rundfunkänderungsstaatsvertrag

So, 2010-07-18 15:48

zu Warum Sie nicht mehr finden, was Sie suchen in der Tagesschau.

Die Beiträge zu löschen, für die ich die letzten Jahre jeden Monat GEZ gezahlt habe, ist für mich schlicht und einfach Diebstahl.

Das gleiche gilt für die PodCasts im WDR. Ich habe seit Monaten mein PodCast-Programm mindestens einmal die Woche an, damit ich keine Kabarett-Sendung verpasse. Letztes Jahr habe ich vor dem Urlaub vergessen, es anzuschalten, und prompt zwei Folgen vollständig verloren. Die Beiträge von Volker Pispers höre ich auch Jahre später noch sehr gerne. Sie sind für mich ein Rückblick in die Realität der letzten Jahre, und die beiden vepassten Folgen tun weh.

Ich zahle gerne GEZ, weil ich die Inhalte der öffentlich rechtlichen denen in den privaten Sendern vorziehe (und Deutschlandfunk immernoch der beste Musiksender ist – trotz 80% Wortanteil!). Außerdem will ich eine von Finanzinteressen unabhängige Presse. Woher sollen sonst halbwegs unparteiische Informationen zum Fehlverhalten von finanzstarken Gruppen kommen? Von den von ihnen finanzierten Sendern?

Und die Polikiter, die mir die bereits gezahlten Inhalte wegnehmen und so die Monopolinteressen der Privaten über den Bildungsauftrag der öffentlich rechtlichen stellen, sind für mich schlicht und einfach Diebe.

Tauschbörsennutzer werden als Raubkopierer bezeichnet, obwohl sie niemandem etwas wegnehmen.

Was sind dann Politiker, die uns ganz direkt unsere bereits bezahlten Inhalte stehlen?

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Freenet-Project als Sicherheit für Informanten

So, 2010-07-11 23:13

→ Kommentar zu Journalismus: Chancen für Mistkratzer von DRadio Wissen.

Um die eigenen Informanten online wirklich zu schützen, können Journalisten mit ihnen über das Freenet-Project kommunizieren.

Dort kann niemand wissen, wer etwas bestimmtes geschrieben oder gelesen hat, aber es ist gesichert, dass die Veröffentlichende immer die gleiche ist.

Und entsprechend können Journalisten die Identität einer Informantin einmal offline prüfen und dann über Freenet in Kontakt bleiben. Die Informantin ist so selbst dann geschützt, wenn der Computer des Journalisten beschlagnahmt werden sollte.

Daher sollte Freenet-Kenntnis zum Handwerkszeug jedes Journalisten gehören.

http://freenetproject.org

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KDE 4.5 RC1 Bildschirmfoto mit Erklärungen

Mi, 2010-06-30 22:25

Und mal wieder ist es Zeit für einen Screenshot:

Klick einfach auf das Bild, um es in voller Größe und Schönheit zu sehen :)

Im Gegensatz zu meinem Screenshot von KDE 4.3.3 nutze ich diesmal fast nur Standardeinstellungen, weil ich wieder stärker sehen will, wie sich das Standard-KDE entwickelt.

„Quell“ und „Projekte“ sind Ordneransichten, in denen ich Aliase (symlinks) zu meinen meistzugegriffenen Ordnern angelegt habe. In Quell sind das Ordner zu wichtigen Kategorien meiner Ordnerstruktur (Quell ist auch mein Startordner in Dolphin) und in Projekte zu Projekten, an denen ich aktuell arbeite.

Der Hintergrund ist wieder das Drachen-Wallpaper auf Grundlage des Bildes von Trudy Wenzel (andere Auflösungen: 800x600 bis 2560x1600) mit #000433 als Hintergrundfarbe.

Das Bild unten rechts ist das „Bilderrahmen“ Plasmoid und stammt ursprünglich aus Battle for Wesnoth, einem freien Strategiespiel. Alle 5 Minuten wechselt das Bild zufällig zu einem der Wesnoth-Bilder, die wir für das freie 1w6-Rollenspielsystem verwenden (1w6-System).

Unten links ist das Plasmoid „Wetterbericht“, eingestellt auf ‚Mannheim, Baden-Württemberg (google)‘.

Unten rechts dann „Notizen“, und in der Mitte über der Hüfte des linken Drachen „Luna“, das mir immer die aktuelle Mondphase anzeigt (weil ich das einfach interessant und schön finde).

Schlussendlich ist noch die Kontrollleiste etwas schmaler, weil ich so stärker das Gefühl habe, dass sie eine Interaktionsstruktur ist (und ich dadurch Programmfenster nach links unten schieben kann, so dass sie von keinen anderen überlappt werden – fürs Verschieben von Dateien sehr praktisch :) ).

Die Icons sind einfach Standard-Oxygen.

Installiert ist das ganze über den kde-testing-overlay in Gentoo: emerge layman && layman -a kde && emerge @kde-4.5

Und das wars auch schon – ich hoffe, die Infos waren interessant für dich! Wenn ja, würde ich mich über einen Kommentar freuen! (und sei er nur „schönes setup“ :) ).

Viel Spaß mit KDE!

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Hat ein Künstler das Recht zu bestimmen, was mit seiner Kreation passieren darf?

Mo, 2010-06-28 15:20

→ Eine Antwort auf die Frage von fon77 in gulli: Hat der Erschaffer eines kulturellen Guts (sei es Musik, Film, Spiel etc.) das Recht darüber zu bestimmen, was mit seiner Kreation passieren darf?

Genau das ist eine Frage. Ja.

Und jetzt denke sie bitte zuende.

Nehmen wir an, er hat das Recht, darüber zu bestimmen, was wir damit machen dürfen.

Fragen wir also: Hat er das Recht zu bestimmen, ob ich zu seinem Lied meine Frau küssen darf?

Hm, offensichtlich nicht, egal wie puritanisch er ist.

Nächste Frage: Hat er das Recht zu bestimmen, das ich ihm bei jedem Hören Geld geben muss? Da wird es etwas schwerer, aber etwas tiefer graben bringt eine Antwort:

Um das Recht durchzusetzen, muss er dafür sorgen, dass ich das Werk nicht ohne seine Zustimmung nutzen kann. Wenn er sein Werk im Internet anbietet heißt das, dass er meinen Rechner vollständig kontrollieren können muss, sonst könnte ich es ja einfach aufnehmen. Der Rechner gehört aber mir. Hat er also das Recht, über meinen Rechner zu bestimmen, nur weil ich sein Lied gekauft habe?

Und genau hier scheiden sich die Geister zwischen Medienindustrie und den Nutzern freier Software. Ich gehöre zur letzteren Gruppe: Niemand hat das Recht, meinen Rechner zu kontrollieren. Selbst die Polizei darf mich nur im Nachhinein bestrafen, wenn ich das Recht breche, denn sonst würde ein Generalverdacht auf der ganzen Bevölkerung liegen (es sei denn, sie haben einen signifikanten Anfangsverdacht gegen mich persönlich).

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter.

Hat der Schöpfer eines Kulturellen Werkes das Recht, mir zu verbieten, sein Werk zu ändern und weiterzugeben?

Und das ist, wo die Antworten von Vertretern freier Kultur und sonstigen Künstlern auseinander gehen.

Vom Gesetz her: Ja hat er. Ethisch gesehen: Nein hat er nicht. Er schränkt dabei nämlich meine Freiheit ein (und jeder Künstler hat von anderen gelernt). Beispiel: Ich darf viele der Lieder, die ich vor über 20 Jahren während dem Ausflug mit dem Kindergarten gelernt habe, nicht aufnehmen und unentgeltlich ins Netz stellen, obwohl sie schon lange nicht mehr verfügbar sind. Die Lieder werden also künstlich aus dem kulturellen Gut der Gesellschaft herausgehalten.

Aber gleichzeitig will ich, dass ein Künstler mit seinen Werken Geld verdienen kann.

Und hier muss immer wieder die Frage gestellt werden: Welche Rechte sind wir bereit, aufzugeben, damit Künstler Geld verdienen können?

Aber die Antwort darauf hängt immer von den aktuellen Technischen Möglichkeiten ab, und Monopolrechte zusammen mit Zwangsmaßnahmen sind heutzutage meiner Meinung nach die falsche Antwort.

Also ist die Frage „Hat ein Künstler das Recht darüber zu bestimmen, was mit seiner Kreation passieren darf?“ zwar wichtig, aber sie verfehlt die wirklich wichtige Frage: „Wie können wir Kultur am besten fördern?“

Denn auch nichtkommerzielle Weitergabe fördert die Kultur. Unser Staat bezahlt viel Geld dafür, dass jeder über Bibliotheken Zugriff zu kulturellen Werken hat. Tauschbörsen erreichen das gleiche, aber statt sie gleichermaßen zu fördern werden Gesetze geschrieben, um sie zu bekämpfen.

Ein Versuch einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Urheberrechtes ist „Geistiges Eigentum“ - Sinn des Urheberrechtes und staatlich garantierter Monopolrechte.

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Konsistentes Leben

Sa, 2010-06-26 14:33

→ zu Spiele mit der Psyche oder ... Schach mit Worten.

Ich würde eher sagen, du hast bei ihr den Samen zum selbstbestimmten Leben gelegt (auch wenn das etwas platt klingt).

Nur wer sich selbst hinterfragt, kann sein Weltbild konsistent mit seinen grundlegenden Überzeugungen halten.

Es gibt genug Christen, die erzählen, dass ihnen Nächstenliebe am wichtigsten ist, dann aber einen Verbrecher gleich aufknüpfen wollen → inkonsistent.

Für mich ist das schönste, was in einer Diskussion herauskommen kann, dass beide für sich herausfinden, auf welchen Grundüberzeugungen ihre Meinungen fußen. Ob man danach der gleichen Meinung ist, ist irrelevant. Und wenn ich realisiere, dass ich selbst inkonsistent war, ändere ich gerne meine Meinung.

Daher sind die Fragen „warum willst du gläubig sein?“ und „hilft dir dabei eine Kirche?“ meiner Meinung nach sehr wichtig (für gläubige Menschen).

Drei meiner Grundüberzeugungen sind z.B.

  • „Menschen wollen grundlegend das richtige tun, wenn sie sich nicht bedroht fühlen“,
  • „bei jeder Handlung auch an die ganze Gesellschaft zu denken ist für mich sinnvoll, weil die Gesellschaft für mich am besten wäre, wenn alle das tun würden“ und
  • „ich halte meine Versprechen, es sei denn ich vergesse sie oder komme zu spät“.

Dazu kommt noch „was falsch ist bleibt auch dann falsch, wenn andere es auch tun“.

Für Diskussionen im gleichen Stil (konsistente Logik, auf Grundüberzeugungen aufbauend, siehe Ursprungsartikel), die aber sinnvoll sind, probier’ doch mal anstatt irgendwelche Grundüberzeugungen deines Charakters zu nehmen, die Grundüberzeugungen deiner Gegenüber zu finden und dann die Aussagen auf Konsistenz zu prüfen.

Das ist dann kein Manipulieren, sondern eine Hilfe dazu, die eigenen Vorstellungen konsistent zu bekommen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Und nur so können Menschen wirklich selbstbestimmt leben. Denn wenn wir unsere Überzeugungen nicht selbst prüfen, übernehmen wir sie von anderen und wundern uns am Ende, warum wir etwas tun, das wir eigentlich falsch finden.

Und sei es, weil uns unsere Kinder irgendwann fragen „du bist doch für Freiheit, also warum hast du eigentlich damals nichts gemacht?“ und wir nur antworten können „irgendwie war das schon falsch, aber wir alle haben geglaubt, es wäre richtig, obwohl offensichtlich hätte sein können, dass…“ (was auch schon einiges an Selbsterkenntnis braucht. Die schlimmste Antwort für das Kind ist ein „frag nicht so blöd“, denn das erzieht unsere Kinder zum hirnlosen Nachlaufen und zerstört ihnen so ihre Zukunft).

Grundfragen:

  1. Was sind deine Grundüberzeugungen?
  2. Wie entstehen daraus deine anderen Überzeugungen?
  3. Worauf baust du deine Entscheidungen und Handlungen auf? WIe kannst du sie konsistent mit deinen Grundüberzeugungen bekommen?

Ein Weg dahin:

  1. Wie willst du sein?
  2. Wie bist du? Passt das zusammen?
  3. Wie kannst du so werden, wie du sein willst?

Deine Gedanken werden deine Worte, werden deine Taten, werden deine Gewohnheiten, werden dein Charakter, werden dein selbstgewähltes Schicksal (im Rahmen deiner Handlungsmöglichkeiten).

Wenn du dabei irgendwann realisierst, dass du für das Leben, das du leben willst, deine Grundüberzeugungen ändern musst, dann kannst du auch das tun.

Nur ganz tief liegende Prägungen (z.B. „die Welt ist freundlich“ vs. „die Welt ist feindlich“) und Traumata lassen sich schwer lösen.

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Flattr draketo.de – was, wie und warum?

Mo, 2010-06-21 09:25

Ich nutze nun das Mikrobezahlsystem Flattr (video). In Flattr zahlt jeder Flattrer einen festen monatlichen Betrag (flatrate), der dann an die Schöpferinnen der Inhalte verteilt wird, bei denen er im jeweiligen Monat auf den Flattr-Knopf gedrückt hat.

Was ist Flattr? Links:
- Erstes Geld von Flattr – Was die Taz in 12 Tagen mit Flattr verdient hat.

Von PiHalbe und auf 1w6.org gibt es dazu bereits eine schöne Beschreibung und infos zu Flattr mit freien Lizenzen oder creativecommons-Lizenzen, so dass ich die Informationen über das System darauf beschränke, warum ich es unterstützen will und was seine großen Vorteile sind:

  • Ich finde Flattr unterstützenswert, weil ich für gute Inhalte in Netz der Autorin des Inhaltes etwas für seine Arbeit geben will. Flattr macht das sehr einfach. Und gerade für frei lizensierte Inhalte, die jede gratis weiternutzen kann (fast alles auf meiner Seite), ist das Konzept sehr sinnvoll; und sei es nur um die Kosten für den Server zu decken: „Wenn dir gefällt, was wir machen, dann flattr uns doch.“

  • Die großen Vorteile von Flattr sind dabei, dass durch den Zwischenschritt über die Flatrate PayPal-Gebühren gespart werden und gleichzeitig das Drücken eines Flattr-Knopfes die Nutzerin kein Geld kostet. Das Geld geht am Monats-Anfang ab und das flattrn von Inhalten legt nur fest, an welche Leute es verteilt werden soll. Die Hemmschwelle, einen Flattr-Knopf zu drücken, ist also minimal.

Wie ihr mitmachen könnt

Flattr ist zur Zeit in Beta, so dass man eingeladen werden muss, um mitzumachen. Ich habe noch zwei weitere. Wenn eine davon wollt, schreibt einfach einen Kommentar :) (ihr könnt nach der Anmeldung selbst drei vergeben).

Sobald ihr eine Einladung habt, geht einfach auf flattr.com/register, gebt euren invite-code ein und ladet etwas Geld auf euren Flattr-Account. Ab da könnt ihr dann flattrn und auch auf euren Seiten Flattr nutzen.

Wie weiter – und warum?

Wie es mit Flattr weitergeht, kann ich noch nicht vorhersagen. Ich hoffe aber, dass es sich in der Netzgemeinde etabliert, weil so alternative Strukturen endlich wieder finanzierbar werden, so dass Leute in Vollzeit daran arbeiten können, unsere Gesellschaft im Sinne der Bevölkerung zu verbessern und nicht mehr nur Lobbyisten der Großunternehmen professionell arbeiten können.1

Und wer weiß, vielleicht schaust du ja dann und wann hier vorbei und flattrst einen Beitrag, der dir etwas gegeben hat :)

  1. Wer mehr infos zur in Deutschland legendär schlechten Finanzierung der alternativen Szene will (und zu den Schäden, die dadurch verursacht werden), sollte das Interview von Chaosradio Express zu FoeBuD hören. Es ist lang, aber die Zeit wert, und es regt zum Denken an. 

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Nur 7 Tage Podcasts – per Gesetz

Mo, 2010-06-21 08:37

→ zu Retten wir die Futurezone in der Taz.

Das heißt, ich kann nur wegen einem §ℓ$€ Gesetz WDR2 Kabarett in meinem Podcast nur 7 Tage zurück abrufen und verpasse tolle Inhalte, wenn ich vergesse vor dem Urlaub das PodCast-Programm zu starten und auf auto-download zu stellen?1

Das ist eine verdammte Unverschämtheit!

Und die Taz zeigt, dass eine gute Zeitung die öffentlich rechtlichen nicht fürchten muss.

Wenn sich ein linkes Blatt mit klar begrenzter Zielgruppe „trotz“ der öffentlich rechtlichen halten kann, dann kann die Situation der „Massenzeitungen“ nicht so schlecht sein, sondern höchstens der Mehrwert für deren Leser so gering, dass niemand dafür Geld ausgeben will.

Wie mit dem Kampf gegen Tauschbörsen wird mal wieder versucht, mit Gesetzen eine Industrie zu retten, die die Zeit verschlafen hat und jetzt allen anderen Schlafmittel verordnen will.

…und sowas macht mich verdammt wütend.

  1. Info dazu auf nachdenkseiten.de2 

  2. Irgendwie hatte ich das verpasst, obwohl es mich heftig betrifft :( 

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Erhaltet eure Links – für eure Besucher und für euch selbst

Mo, 2010-06-07 12:25

Ich stoße im Netz immer wieder auf tote Seiten, und es gibt wohl niemanden mit etwas Erfahrung im Netz, der noch nie auf einen vielversprechenden Link geklickt hat, um dann zu merken, dass die Seite verschwunden ist – oder auch nur ihre Struktur geändert hat.

Wenn ihr eine eigene Seite habt, versucht bitte, euren Besuchern diesen Ärger zu ersparen.

Es geht dabei allerdings nicht nur um eure Nutzer. Ihr schadet auch euch selbst, wenn ihr eure Seite so umstrukturiert, dass existierende Links brechen. Das gilt umso mehr, wenn ihr die Domain wechselt und die alte nicht weiterleiten lasst.

Lasst mich dazu eine kleine Geschichte erzählen.

Ich schreibe seit der Schulzeit eigene Webseiten, und bis auf die erste sind sie alle noch im Netz. Dabei habe ich von Anfang an darauf geachtet, einen einmal geschaffenen Link zu erhalten, schließlich hatte ich schon allzu oft Links auf vielversprechende Rollenspielseiten gesehen und wurde von einem grinsenden „404 — Site not found“ empfangen.

Ich bin sicher, ihr kennt das Gefühl. Da ist dieser tolle Link, am besten noch mit einer Kurzbeschreibung daneben, und ihr spürt schon die freudige Erwartung auf ein paar Stunden Lesespaß in euch aufsteigen. Während sich also das sachte Lächeln der Vorfreude auf euer Gesicht schleicht, klickt ihr auf den Link und wartet darauf1, dass die Seite angezeigt wird. Ihr seht schon vor euch, wie sie wohl aussehen könnte. Ein Logo der Welt vielleicht, dazu das Lächeln eines Avatars, der euch durch die Seite begleitet.

Eine Sekunde lang könnt ihr die Vorfreude genießen, dann brennt sich euch eine grell weiße Seite mit einem wohlvertrauten und gehassten Schriftzug in die Netzhaut:

> 404 — Site not found2

Das Gefühl wollte ich den Besuchern meiner Seiten ersparen3. Wenn ich also gemerkt habe, dass ich eine Seite nur noch sporadisch weiterbearbeiten würde, habe ich auf die Seite Links zu meinen anderen Seiten gesetzt, und sie im Netz gelassen.

Das habe ich nicht nur einmal gemacht, so dass inzwischen eine ganze Reihe alter Seiten von mir im Netz existiert, an denen ich nur noch von Zeit zu Zeit kleine Änderungen vornehme. Beispiele sind Magie in Rollenspielen, Ern, eine Fantasywelt, Gurps und Gnutella für Benutzer.

Die Seiten sind teilweise noch recht gut besucht (Magie in Rollenspielen hatte inzwischen z.B. über 13.000 Besucher, trotz des sehr spezifischen Themas), und Leute, die auf diese Seiten kommen, finden über die Links auf meine neuen Seiten.

Außerdem mögen Suchmaschinen sinnvoll vernetzte Seiten :)

2007 habe ich dann das Lied Infinite Hands geschriebenm frei lizensiert und ins Netz gestellt. Es erzählt einen Teil der Geschichte freier Software, und angefangen mit Youtube (dank geht an darkaptitude!) haben es Fans des Liedes in die verschiedensten Videoportale eingestellt.

Jetzt erinnert euch nochmal daran, dass Suchmaschinen sinnvoll vernetzte Seiten mögen.

Der Effekt ist, dass auch die alten Inhalte in Suchmaschienen besser bewertet werden und Besucher aller meiner Seiten die anderen Seiten finden können. Denn jeder Link auf meine Seiten ist ein eingehender Link, selbst, wenn er vor 5 Jahren in einem Forum geposted wurde.

Ein typisches Beispiel für einen alten Artikel, der sich weiterverbreitet hat, ist mein Text Konstruktive Kritik. Der steht noch auf meiner alten Seite und ist von weit vor 2005. Ich habe zwar auch eine neue Version davon auf meiner aktuellen Seite, aber die alte Version ist die meist gefundene und auch meistverlinkte.

Stellt euch einfach vor, wie viele Backlinks ich verloren hätte, wenn ich den Link gebrochen hätte, dann wisst ihr, warum Links es wert sind, erhalten zu bleiben4.

Ihr wisst nie, welche von euren Seiten noch in 5 Jahren in Foren kursiert.

  1. Wartet eine ganze Weile lang, denn trotz Downloadgeschwindigkeiten von inzwischen oft einem Megabyte pro Sekunde hat das Internet immernoch Latenzen von gut 300ms, durch dynamische Seiten und DNS Kaskaden noch verlängert. Dazu kommen diese toll aussehenden aber für die Wartezeit grausigen Seiten, bei denen jedes Designelement ein eigenes Bild ist, das der Browser dann auch nochmal anfragen muss. Eine Sekunde Wartezeit ist im Netz daher normal, zerbricht aber jeden Arbeitsfluss. Eine Sekunde ist lang, sehr lang. Um nicht bemerkbar zu sein, müsste die Verzögerung auf unter 30ms absinken (denkt daran, dass wir im Fernsehen bei unter 25 Frames das Ruckeln bemerken). Ich sollte allerdings dabei nicht unbedingt auf zu hohem Ross sitzen, schließlich haben meine eigenen Drupal-Seiten auch durchschnittliche Generierungszeiten von etwa 300-400ms pro Seite. Von Firmen, die viel Geld in ihre Seiten pumpen, erwarte ich allerdings deutlich bessere Leistung. 

  2. Ich will damit nicht sagen, dass jede 404 Seite grell weiß und unangenehm ist. Im Gegenteil habe ich bereits einige tolle und kreative Vertreter der 404-Fraktion gesehen. Einmal entschuldigte sich sogar Marvin depressiv mit „ein Gehirn von der Größe eines Planeten, und sie schicken mich auf die Suche nach Webseiten“. Solche kreativen Seiten durchbrechen den Frust zumindest für einen Augenblick mit einem amüsierten Schmunzeln. Aber trotz allem bleibt der Frust, die Zielseite nicht erreicht zu haben. 

  3. Außerdem war ich noch nie sehr angetan davon, einmal erschaffene Dinge wegzuwerfen – und viel zu sehr auf Neues fokussiert, um mich der Illusion hinzugeben, dass ich alle meine alten Inhalte in sinnvoller Zeit migrieren würde :) 

  4. Meiner Meinung nach gibt es nur einen einzigen sinnvollen Grund, einen Link zu brechen: Domäne oder Webspace werden zu teuer. Ich zahle aktuell etwa 400€ im Jahr für Domains und Webspace zusammen, etwa soviel wie für unsere Internetverbindung und knapp an der Schmerzgrenze. 

Kategorien: Private Seiten

Peinliche Situation: „Warum ist das so lahm!?!“

Fr, 2010-06-04 16:59

Eine wirklich wirklich peinliche Situation…lies’ selbst:

„Verdammt, warum ist das so langsam? habe ich irgendwo im Code was zerschossen?“

(suchen, suchen, am Kopf kratzen, weitersuchen)

„Selbst das Bauen dauert ewig. Läuft da gerade ein anderer teurer Prozess?“

(`top`)

„Hm, eigentlich alles in Ordnung. Moment: Java?!? Warum läuft auf dem Unirechner ein freenet??? Klar ist der langsam! Ich brauche jedes bisschen Ram!“

(`pkill java`)

„Hm, ist immernoch nicht schneller…“

„…“

„Arg!“

(`hostname`)

„Verdammt!“

(`ssh …`; nochmal…)

Wer das nicht kennt, war noch nicht via SSH auf einem viel schnelleren Rechner und hat dabei irgendwann vergessen, auf seinen Rechnernamen zu achten :)

*PS: Die Daten synchronisiere ich via Mercurial, so dass auch die Daten gleich sind :)

Kategorien: Private Seiten

Wirtschaftskrise vs. Ölpest

Fr, 2010-05-28 08:40

Sowohl die Wirtschaftskrise als auch die Ölpest sind Katastrophen, die viele Menschen ins Unglück stürzen. Es gibt aber einen zentralen Unterschied zwischen ihnen: Die Wirtschaftskrise würde verschwinden, wenn alle Menschen aufhören würden daran zu glauben, dass den Profiteuren der Krise ihr Geld wirklich gehört. Die Ölpest schert sich nicht darum, was wir glauben.

Etwas Erklarung: Jeglicher menschlicher Besitz ist eine Schöpfung im Denken der Menschen. Ich darf das Grundstück meines Nachbarn nicht besetzen, weil unser Grundgesetz in den Grundrechten festlegt, dass Eigentum schützenswert ist (aber dem Allgemeinwohl dienen muss: Artikel 14, Absatz 2). Ich besetze sein Grundstück nicht, weil ich einerseits seinen Anspruch auf sein Grundstück und andererseits das Grundgesetz als sinnvolle Grundlage des Zusammenlebens respektiere.

Es gibt aber kein Naturgesetz, das sagt, dass jemand, der geplant Tausende um ihre Lebensgrundlage gebracht hat (oder davon profitiert hat, dass das andere tun), einen Anspruch auf seinen so erworbenen Besitz hat.

Noch verstärkt wird der Unterschied zwischen Wirtschaftskrise und Ölpest dadurch, dass heute der größte Teil des Besitzes nur noch darin besteht, dass ein Bankrechner glaubt, dass ein Teil des Guthabens der Bank einer bestimmten Person zusteht.

Wenn also plötzlich alle Menschen glauben würden, dass dieses Guthaben eigentlich den Opfern der Finanzkrise zusteht, dann wäre das die Wahrheit, denn auch der Bankrechner würde das schnell glauben und das Geld würde an die Opfer ausgezahlt.

Jegliche Vermögensverteilung ist also immer eine Sache des Glaubens1. Dieser Glaube ist zwar so stark in unsere Leben verflochten, dass er in der menschlichen Gesellschaft und dadurch indirekt auch in der Umwelt riesigen Schaden anrichten kann (und das auch tut), aber er ist trotzdem nur ein Glaube.

Die Ölkatastrophe dagegen wäre immernoch da, wenn kein Mensch an sie glauben würde, und sie würde die betroffenen Gebiete auch entgegen noch so starkem Unglauben verseuchen – und damit auch die Grundlagen der realen Wirtschaft2 in den Gebieten.

Daher ist die Wirtschaftskrise zwar wirklich bedrohlich für Menschen, aber sie kann gelöst werden, ohne jemals den Bereich des Glaubens zu verlassen.

Die Ölpest dagegen müssen wir mit realen Mitteln bekämpfen. Durch sie zerstören wir unseren Lebensraum und die Grundlage unserer Wirtschaft und unseres Lebens. Und kein Glaube ändert etwas daran.

  1. Allerdings ist dabei nicht unbedingt wichtig, was die Opfer glauben. Das einzige was zählt ist, was die Machthaber glauben. Und obwohl das in der Demokratie effektiv die Bürger sein sollten, gibt es leider oft erhebliche Unterschiede zwischen dem Finanzglauben der Mehrheit und dem Finanzglauben der Regierenden (oft könnten wir es auch Gerechtigkeitsempfinden nennen). 

  2. Mit realer Wirtschaft meine ich den Teil, in dem wirklich etwas produziert wird, statt nur Glaubenssätze zu tauschen (also Geld, Besitz oder Kontrollrechte hin und her zu schieben), mit denen die reale Wirtschaft flüssiger laufen kann – oder halt nicht, wenn die Finanzwirtschaft mal wieder in eine Krise stolpert. Reale Wirtschaft ist das in dem Dinge produziert werden, die andere Menschen haben wollen (Geld zählt nicht, denn das dient nur als Zwischenschritt um das Potenzial zu haben, Dinge zu bekommen). Alles andere (Finanzwirtschaft, Manager, …) ist Schmiermittel, das von Zeit zu Zeit zu Leim oder Säure wird. 

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